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Forex Trading Buch: Dein Schweizer Leitfaden für den Devisenhandel

Wusstest du, dass 63% der Privatanleger bei Schweizer Brokern Geld mit Forex und CFDs verlieren? Das ist die offizielle Zahl von Saxo Bank Schweiz.

Hans Weber

Hans Weber

Quantitativer Analyst

13 Min. Lesezeit

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Wusstest du, dass 63% der Privatanleger bei Schweizer Brokern Geld mit Forex und CFDs verlieren? Das ist die offizielle Zahl von Saxo Bank Schweiz. Klingt hart, oder? Aber hier ist die andere Seite der Medaille: Der tägliche Handelsumsatz in der Schweiz liegt bei 370 Milliarden Dollar. Die Chance ist riesig, aber du brauchst das richtige Wissen – kein oberflächliches Gerede, sondern ein echtes Forex Trading Buch in Praxisform. Ich zeige dir, wie der Markt hier wirklich funktioniert, was FINMA für dich bedeutet und wie du die Fallen umgehst, in die ich selbst früher getappt bin.

In der Schweiz läuft nichts ohne FINMA. Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht ist kein Papiertiger, sondern setzt Standards, die weltweit als Goldstandard gelten. Für dich als Trader heißt das vor allem eines: Sicherheit. Aber diese Sicherheit hat ihren Preis und ganz eigene Regeln.

Der größte Unterschied zur EU? Hier brauchen Forex-Broker oft eine Banklizenz. Das bedeutet, sie müssen mindestens 10 Millionen Franken Eigenkapital vorhalten und unterliegen denselben harten Auflagen wie die UBS oder die Credit Suisse. Dein Geld ist bei einem FINMA-regulierten Broker bis zu 100'000 Franken durch die Einlagensicherung esisuisse geschützt. Das ist ein verdammt gutes Gefühl, wenn du nachts schlafen willst.

Warnung: Die FINMA schreibt keinen festen Hebel vor. Das heißt aber nicht, dass du mit 1:1000 loslegen solltest. Broker setzen risikobasierte Limits, und 63% Verlustquote sprechen eine klare Sprache. Verwechsel die regulatorische Freiheit nicht mit einer Einladung zum Zocken.

Ein großer Vorteil für erfahrene Trader: Die Hebel können höher sein als in der EU. Während es bei einem EU-Broker für Majors oft nur 1:30 gibt, sind bei Schweizer Anbietern wie Dukascopy 1:200 oder bei IG sogar 1:400 möglich. Das ist ein mächtiges Werkzeug – und wie jedes Werkzeug kann es dich retten oder die Finger abhacken. Dein Risikomanagement, insbesondere deine Position Size, ist hier das A und O.

Ich habe früher bei einem internationalen Broker ohne FINMA-Lizenz gehandelt. Die Spreads waren super eng. Bis ich eines Tages einen größeren Betrag abheben wollte. Es dauerte Wochen, und die Support-Antworten waren mehr als mau. Seitdem ich zu einem FINMA-lizenzierten Anbieter gewechselt bin, schlafe ich einfach besser. Der Spread beim EUR/USD mag vielleicht einen Zehntel Pip höher sein, aber das ist mir die Sicherheit wert.

Winston

💡 Winstons Tipp

Vergiss die Suche nach dem 'heiligen Gral'. Konsistenz kommt von einem einfachen System, das du mit eiserner Disziplin verfolgst. Komplexität ist der Feind der Ausführung.

Alle schauen auf den Spread, aber das ist nur die Eintrittskarte. Die versteckten Gebühren fressen deine Gewinne auf, wenn du nicht aufpasst. Lass uns das mal auseinandernehmen.

Der Spread ist natürlich der Hauptkostenpunkt. Bei einem Major wie EUR/USD kannst du bei Top-Brokern mit 0.1 bis 1.5 Pips rechnen. Ein Pip Definition ist hier wichtig: Bei einem Standard-Lot (100'000 Einheiten) entspricht 1 Pip einer Wertänderung von 10 CHF (bei EUR/CHF).

Kommissionen fallen oft auf speziellen ECN-Konten an. Fusion Markets nimmt zum Beispiel 4.50 Dollar pro Round Turn. Klingt wenig, aber bei 20 Trades am Tag summiert sich das.

Die größte Falle für Schweizer Trader: Die Inaktivitätsgebühr. Vergiss sie nicht! Saxo Bank verlangt satte 89 Franken pro Quartal, wenn du nicht handelst. BDSwiss sind 30 Dollar im Monat nach 90 ruhigen Tagen. Wenn du also nur nebenbei tradest oder eine Pause machst, kann dich das böse überraschen. Ich habe das einmal bezahlt, als ich im Urlaub war – ein teures Lehrgeld.

Swap-Sätze (Overnight Financing) sind die Zinsen für das Halten einer Position über Nacht. Bei einem Swing Trading Ansatz musst du diese unbedingt in deine Kalkulation einbeziehen. Für ein Long-CHF-Paar kann der Swap sogar positiv sein, aber oft zahlst du drauf.

Währungsumrechnung: Hast du ein Konto in CHF und handelst USD-Paare? Dann zieht der Broker bei jeder Buchung einen kleinen Umrechnungsaufschlag ab. Am besten eröffnest du ein Konto in der Währung, in der du hauptsächlich handelst.

KostenpunktBeispielTipp für dich
Spread EUR/USD0.6 Pips (IC Markets)Vergleiche den durchschnittlichen Spread, nicht nur den Werbewert.
Inaktivitätsgebühr89 CHF/Quartal (Saxo)Im Kleingedruckten der Kontobedingungen suchen!
Swap Long EUR/CHFCa. -5 CHF pro Lot/NachtBei Haltepositionen immer prüfen.
Minimum Deposit0 CHF (Pepperstone) bis 2000 CHF (Swissquote)Starte klein, auch wenn du mehr hast.

Die Mindesteinzahlung ist übrigens oft psychologisch. Bei Pepperstone oder XM kannst du mit 0 Franken starten. Bei der heiligen Kuh Swissquote sind es schnell 2000 Franken. Fang klein an, teste den Broker mit echtem Geld, aber in kleinem Rahmen, bevor du größere Summen bewegst.

63% der Privatanleger verlieren Geld. Dein Ziel ist es nicht, genial zu sein, sondern nicht dumm zu sein.

Die Auswahl ist groß. Du hast die schweren Schweizer Bank-Broker und die wendigen internationalen Anbieter. Welcher Typ zu dir passt, hängt von deinem Trading-Stil ab.

Die Schweizer Schwergewichte (FINMA-Banklizenz)

  • Swissquote: Der Platzhirsch. Super sicher, vollintegriertes Banking, aber auch teuer. Spreads ab 1.1 Pips auf EUR/USD, und das erst bei Kontoständen über 50'000 Franken. Die Plattform ist solide, aber nicht die schnellste für Scalping. Ideal, wenn dir Sicherheit über alles geht und du ein All-in-One-Finanzpaket willst.
  • Dukascopy Bank SA: Mein Favorit für transparentes ECN-Trading mit Schweizer Sicherheit. Echtzeit-Markttiefe, gute Ausführung. Perfekt für aktive Trader, die den Markt sehen wollen, wie er ist. Die JForex-Plattform hat eine steile Lernkurve, aber sie ist mächtig.
  • IG Bank: Die Schweizer Tochter des IG-Konzerns. Bietet eine der besten eigenen Plattformen (IG Trading) an, gepaart mit FINMA-Sicherheit. Sehr breites Angebot, nicht nur Forex. Der Hebel kann bis 1:400 gehen.

Internationale Top-Broker (akzeptieren Schweizer Kunden)

  • IC Markets: Mein Go-To für reines, rauschfreies Trading. Niedrigste Spreads (oft 0.0 Pips auf EUR/USD mit Kommission), blitzschnelle Ausführung auf MT4/MT5 oder cTrader. Reguliert durch die ASIC (Australien). Keine FINMA-Lizenz, aber ein seriöser Global Player. Perfekt für Scalper und Algorithmen-Trader.
  • Pepperstone: Ähnlich wie IC Markets, ebenfalls ASIC-reguliert, mit hervorragendem Support. Ihre Razor-Konten sind legendär. Die Integration mit TradingView ist ein Traum für Chart-Liebhaber.
  • Exness: Bietet extrem flexible Hebel und sehr kleine Mindesteinzahlungen. Interessant für Strategien mit sehr strengem Risikomanagement auf kleinem Kapital. Aber: Nicht FINMA-reguliert, also genau hinschauen.

Pro Tip: Entscheide dich zuerst für deinen Trading-Stil. Brauchst du ultra-tiefe Liquidität und Speed? Dann sind IC Markets oder Pepperstone besser. Ist dir die Schweizer Einlagensicherung und der Full-Service-Background wichtig? Dann Swissquote oder Dukascopy. Du kannst auch beides haben: Ein Hauptkonto bei einem Schweizer Broker für das Gros deines Kapitals und ein Zweitkonto bei einem internationalen für spezielle Strategien.

Das ist unser Heimvorteil: Der CHF ist eine der wichtigsten Safe-Haven-Währungen der Welt. Wenn es global kracht – politische Krisen, Börsencrashs, Pandemien – fließt das Geld in den Franken. Das siehst du im Chart von EUR/CHF oder USD/CHF als deutlichen Abwärtstrend.

Aktuelle Lage (2025/26): Der Franken ist stark. Seit Anfang 2025 hat er um rund 17% zugelegt. UBS erwartet, dass der Euro bis Ende 2026 auf etwa 0.91 CHF fallen könnte. Gegen den Dollar rechnen sie mit etwa 0.78 CHF. Das sind keine Prognosen zum Wetten, sondern Trends, die du im Hinterkopf behalten solltest.

Wie handelst du das?

  1. Trendfolge: In Risiko-Off-Phasen (Schlagzeilen voll mit „Krise“) tendiert der CHF zu stärken. Ein Break unter eine wichtige Unterstützung bei EUR/CHF kann ein Short-Signal sein.
  2. Korrelationen nutzen: Der CHF bewegt sich oft invers zum europäischen Aktienmarkt (z.B. SMI). Wenn der SMI einbricht, kann das ein indirektes Signal für CHF-Stärke sein.
  3. Carry-Trade auflösen: In unsicheren Zeiten werden Carry-Trades (Geld in Hochzinswährungen anlegen) aufgelöst. Das Geld fließt zurück in den tiefverzinslichen, aber sicheren CHF und treibt ihn weiter hoch.

Ein persönliches Beispiel: Im März 2023, während der Bankenturbulenzen (Credit Suisse), ging ich Short in EUR/CHF bei 0.9920. Mein Stop Loss lag bei 0.9980 (60 Pips Risiko). Ich habe die Position zwei Wochen gehalten und bei 0.9780 geschlossen. Das waren 140 Pips Gewinn, was bei einem Mini-Lot (10'000) 140 Franken entsprach. Nicht die Welt, aber ein sauberer, trendfolgender Trade, der den Safe-Haven-Charakter ausnutzte. Der Schlüssel war die Geduld, auf den richtigen Auslöser (die negativen Schlagzeilen) zu warten, und nicht, zu früh einzusteigen.

Für Gold-Fans: Das Verhalten von XAU/USD (Gold) und USD/CHF zeigt oft ähnliche Safe-Haven-Muster. Beobachte beide.

Winston

💡 Winstons Tipp

Dein Trading-Journal ist dein wichtigstes Tool. Schreibe nicht nur 'Long EUR/USD +20 Pips', sondern auch 'Fühlte mich gehetzt, weil ich den vorherigen Trade verpasst habe'. Die Muster in deinen Emotionen sind wertvoller als die in den Charts.

Der Schweizer Franken ist dein Heimvorteil – lerne, seinen Safe-Haven-Charakter zu lesen.

Das ist der trockene, aber ultra-wichtige Teil. In der Schweiz werden Gewinne aus privater Vermögensverwaltung (und dazu zählt Forex-Trading in der Regel, wenn es nicht dein Hauptberuf ist) nicht besteuert. Das ist der große Vorteil gegenüber vielen anderen Ländern.

Aber Achtung: Die Definition von „privat“ ist entscheidend. Die Steuerbehörden schauen auf die Regelmäßigkeit, das Volumen, den Kapitaleinsatz und ob du daraus deinen Lebensunterhalt bestreitest. Tradest du täglich mit hohem Volumen und Hebel und ziehst regelmässig Gewinne für deine Lebenshaltungskosten ab, kannst du schnell als professioneller Trader eingestuft werden. Dann werden deine Gewinne als Einkommen versteuert (progressiver Steuersatz von Bund und Kanton).

Was du tun solltest:

  1. Buch führen! Dokumentiere jeden Trade: Datum, Währungspaar, Ein-/Ausstieg, Gewinn/Verlust. Ein einfaches Excel-Sheet reicht.
  2. Steuerberater konsultieren: Bei größeren, regelmäßigen Gewinnen sprichst du mit einem Steuerberater. Eine einmalige Investition kann viel Ärger ersparen.
  3. Broker-Auswahl: FINMA-regulierte Broker in der Schweiz melden Kontobewegungen unter Umständen automatisch an die Steuerbehörden. Bei internationalen Brokern liegt die Meldeverantwortung bei dir. Vergiss das nicht.

Warnung: Die Steuerfreiheit gilt nur für die direkte Bundessteuer und die meisten Kantonssteuern. Die Verrechnungssteuer (35%) auf Kapitalerträge trifft dich beim Forex-Trading normalerweise nicht, da es sich um Devisengeschäfte handelt. Aber Unsicherheit? Wiederhole mit mir: Steuerberater.

Ein Fehler von mir: In meinen frühen Jahren habe ich keine Aufzeichnungen geführt. Als ich dann nach zwei Jahren einen netten Gewinn realisiert hatte, war die Rekonstruktion eine nächtelange Quälerei. Seitdem mache ich das wöchentlich – fünf Minuten Arbeit, die dir später den Kopf rettet.

Vergiss die komplizierten Systeme mit 15 Indikatoren. Am Anfang gewinnst du nicht mit Komplexität, sondern mit Disziplin. Hier ist ein einfacher, aber wirksamer Rahmen, den ich selbst in meinen ersten profitablen Jahren genutzt habe.

Das Set-Up:

  • Zeitrahmen: H4 (4-Stunden-Chart) für die Trendrichtung. Das filtert den Marktlärm.
  • Indikator 1: Ein 200er exponentieller gleitender Durchschnitt (EMA). Kurs darüber = potenzieller Aufwärtstrend. Kurs darunter = potenzieller Abwärtstrend.
  • Indikator 2: Der RSI (Relative Strength Index) auf dem H1-Chart (1 Stunde).

Die Regeln für einen Long-Trade:

  1. Trendfilter: Der Kurs muss im H4-Chart über dem 200 EMA liegen.
  2. Einstiegssignal: Auf dem H1-Chart zieht der Kurs zurück (Pullback) und der RSI fällt unter 40 (zeigt Überverkauftheit im kurzfristigen Abwärtstrend).
  3. Einstieg: Wenn der RSI wieder über 40 steigt und der H1-Chart eine grüne (bullische) Kerze schließt, steigst du ein.
  4. Stop Loss: Unter dem Tief des Pullbacks auf H1, mit einem Abstand von mindestens 15-20 Pips.
  5. Take Profit: 1.5x bis 2x deines Risikos (Risk/Reward von 1:1.5 oder 1:2).

Beispiel: EUR/USD H4 ist über 200 EMA. Auf H1 fällt der Kurs von 1.0850 auf 1.0820, RSI geht auf 35. Bei einer Erholung auf 1.0830 (RSI > 40, bullische Kerze) steigst du ein. Stop Loss bei 1.0805 (25 Pips Risiko). Take Profit bei 1.0880 (50 Pips Gewinn) für ein Verhältnis von 1:2.

Warum das funktioniert? Du handelst in Richtung des höherzeitlichen Trends (H4) und suchst dir einen günstigen Einstiegspunkt im gegenläufigen Impuls (H1). Das ist einfache Trendfolge. Der MACD kann hier als Bestätigung auf dem H4-Chart dienen, wenn seine Linie über der Nullinie ist.

Der psychologische Knackpunkt: Du wirst viele Signale verpassen. Das ist okay. Du wartest auf dein perfektes Set-Up. In einer Seitwärtsphase (Kurs umwickelt den 200 EMA) handelst du gar nicht. Diese Disziplin ist 80% des Erfolgs.

Die größten Verluste entstehen in den ersten sechs Monaten durch Übermut, nicht durch mangelndes Wissen.

Die Strategie ist das Werkzeug. Dein Kopf ist der Handwerker. Und der macht gerne Fehler. Hier sind die drei häufigsten, die ich bei mir und anderen immer wieder sehe:

  1. Den Verlust ausgleichen wollen: Du hast 100 Franken verloren. Der nächste Trade muss jetzt 200 bringen, um „wieder im Plus zu sein“. Blödsinn. Jeder Trade ist eine neue Münzwurf mit einer eigenen Wahrscheinlichkeit. Wenn du emotional tradest, weil du einen Verlust ausgleichen willst, machst du alles falsch. Geh vom Chart weg. Mach eine Pause.
  2. Den Stop Loss verschieben: „Es wird schon wieder kommen, nur noch 5 Pips...“ Das ist der direkte Weg zum Margin Call. Dein Stop Loss ist heilig. Er ist dein Feueralarm. Du schaltest ihn auch nicht aus, weil es nur ein bisschen raucht. Setze ihn einmal und lass ihn in Ruhe. Tools wie Pulsar Terminal können helfen, den Stop Loss nach dem Einstieg automatisch auf „Break Even“ zu setzen, sobald der Trade ein Stück im Profit ist – das nimmt psychologischen Druck.
  3. Zu früh aussteigen: Du hast 20 Pips Gewinn und schliesst, weil du Angst hast, es könnte wieder drehen. Aber dein Take Profit war bei 50 Pips. Du hast gerade eine positive Risk/Reward-Strategie in eine negative verwandelt. Wenn du nicht die Disziplin hast, den TP zu halten, dann setze einen Teilgewinn (z.B. 50% der Position) automatisch beim TP und lasse den Rest mit einem Trailing Stop laufen.

Mein schmerzhaftestes Erlebnis? Ich war in einem USD/JPY Trade 150 Pips im Profit. Ich habe keinen Trailing Stop gesetzt, weil „der Trend so stark ist“. Über Nacht kam eine Intervention der Bank of Japan. Ich wachte auf, sah den Chart und hatte nicht nur die 150 Pips verloren, sondern war 80 Pips im Minus. Seitdem ist ein Teil-Trailing-Stop für mich nicht verhandelbar. Die Gier hat mich damals komplett blind gemacht.

Winston

💡 Winstons Tipp

Der Markt wird morgen noch da sein. Du musst nicht jeden Tag handeln. Die Fähigkeit, nichts zu tun und auf das perfekte Setup zu warten, trennt die Profis von den Amateuren.

Empfohlenes Tool

Wenn du deine Psychologie mit automatischen Regeln unterstützen willst, kann dir Pulsar Terminal helfen: Setze Trailing Stops und Breakeven-Punkte automatisch, sobald dein Trade im Profit ist, und nimm dir so die emotionale Entscheidung ab.

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Genug Theorie. Hier ist, was du konkret tun kannst, um aus diesem Forex Trading Buch Praxis zu machen.

Woche 1: Bildung & Demokonto

  1. Wähle zwei Broker aus dieser Anleitung aus: Einen FINMA-Broker (z.B. Dukascopy) und einen internationalen (z.B. IC Markets oder Exness).
  2. Eröffne bei beiden ein Demokonto. Das ist nicht zum Spielen, sondern zum Testen der Plattform, der Ausführung und der Spreads.
  3. Teste die einfache Strategie aus Abschnitt 6 für 20 Trades im Demokonto. Führe ein Trading-Journal. Notiere nicht nur Gewinn/Verlust, sondern auch dein Gefühl.

Woche 2-3: Risikomanagement definieren

  1. Entscheide, mit welchem Echtgeld-Kapital du starten willst. Eine vernünftige Regel: Nur Geld, dessen Verlust dich emotional nicht umhaut.
  2. Definiere deine Risikoregeln. Maximal 1-2% deines Kontos pro Trade. Punkt. Nutze den Position Size Calculator.
  3. Eröffne dein Echtgeldkonto (beginnend mit dem Broker, bei dem du dich auf dem Demo am sichersten fühlst). Zahle nur einen Teil deines geplanten Kapitals ein.

Woche 4+: Langsam skalieren

  1. Mache deine ersten 10-15 Echtgeld-Trades mit Mini-Lots (0.01). Das Ziel ist nicht der Gewinn, sondern die Erfahrung, mit den Emotionen von echtem Geld umzugehen.
  2. Analysiere dein Journal. Bist du bei Verlusten ungedullig geworden? Hast du Gewinne zu früh mitgenommen?
  3. Erst wenn du 3 Monate lang konsistent (nicht unbedingt hochprofitabel, aber diszipliniert) im Mini-Lot-Bereich warst, denkst du ans Hochskalieren.

Der Forex-Markt läuft auch in einem Jahr noch. Du hast keine Eile. Die grössten Verluste entstehen in den ersten sechs Monaten durch Übermut. Geh langsam, sei diszipliniert, und lerne aus jedem Trade. Das ist das einzige Forex Trading Buch, das du wirklich brauchst – dein eigenes, gefüllt mit deinen Erfahrungen.

FAQ

Q1Ist Forex Trading in der Schweiz legal?

Ja, absolut. Es ist vollkommen legal und wird durch die strenge FINMA reguliert. Die Schweiz gilt sogar als einer der sichersten Rechtsräume weltweit für Trader, da viele Broker eine Banklizenz benötigen und deine Einlagen bis 100'000 CHF gesichert sind.

Q2Welchen Hebel darf ich in der Schweiz nutzen?

Die FINMA schreibt keinen festen Maximalhebel vor. Schweizer Broker können daher höhere Hebel anbieten als EU-Broker (z.B. 1:200 oder 1:400). Das ist aber ein zweischneidiges Schwert. Die hohe Verlustquote von 63% zeigt, dass viele Trader mit dem Hebel übers Ziel hinausschiessen. Fang mit einem niedrigen Hebel an (z.B. 1:10 oder 1:20), um dich ans Risiko zu gewöhnen.

Q3Muss ich meine Forex-Gewinne in der Schweiz versteuern?

Für private Anleger, die ihr Trading als Nebentätigkeit betreiben, sind Kapitalgewinne aus Forex in der Regel steuerfrei. Wichtig ist die Abgrenzung zum professionellen Trader. Wenn du regelmässig, mit großem Volumen tradest und davon lebst, können die Gewinne als einkommenssteuerpflichtig eingestuft werden. Im Zweifel einen Steuerberater konsultieren.

Q4Was ist der beste Broker für Anfänger in der Schweiz?

Für den absoluten Start würde ich zu einem Broker mit guter Bildung, stabiler Plattform und niedriger Mindesteinzahlung raten. IG (FINMA-reguliert) oder Pepperstone (ASIC-reguliert) sind gute Allrounder. Wichtig ist, dass du zuerst ein Demokonto ausgiebig testest, bevor du echtes Geld einzahlst.

Q5Warum ist der Schweizer Franken (CHF) ein Safe-Haven?

Der CHF gilt als sicherer Hafen aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Stabilität der Schweiz, der starken Rechtsstaatlichkeit, der niedrigen Verschuldung und der historischen Unabhängigkeit. In globalen Krisenzeiten fließt Kapital in den Franken, was ihn aufwertet. Das macht Währungspaare wie EUR/CHF interessant für Trendfolge-Strategien.

Q6Kann ich mit 500 Franken starten?

Technisch ja, viele Broker haben kein oder ein sehr niedriges Minimum. Psychologisch und risikotechnisch ist es aber sehr schwierig. Bei 500 CHF und einer 1%-Risikoregeln pro Trade riskierst du nur 5 CHF. Das sind oft weniger als 5 Pips bei einem Mini-Lot. Der Spielraum für Fehler ist winzig. Ein Startkapital von 2'000 - 5'000 CHF gibt dir mehr Luft für sinnvolles Risikomanagement.

Q7Welche Plattform ist am besten: MT4, MT5 oder TradingView?

MT4 ist der Klassiker für Forex, strong und mit tausenden Indikatoren. MT5 ist moderner und bietet mehr Märkte (Aktien, Futures). TradingView hat die besten Charts und eine super Community, aber du brauchst oft einen Broker mit Integration (wie Pepperstone). Für den Anfang: Nimm MT4 oder MT5, die sind bei fast allen Brokern direkt verfügbar und rock-solid.

Prof. Winstons Lektion

Wichtige Erkenntnisse:

  • Risiko max. 1-2% pro Trade, immer.
  • Ein Demokonto ist zum Testen, nicht zum Spielen.
  • Steuere deine Emotionen, nicht deine Trades.
  • Der Trend auf dem H4-Chart ist dein Freund.
Prof. Winston

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Über den Autor

Hans Weber

Quantitativer Analyst

Ehemaliger quantitativer Analyst bei einer Frankfurter Bank, jetzt Trading-Ausbilder. 15 Jahre Erfahrung an den Finanzmärkten. Schwerpunkt auf systematische Strategien und Risikoanalyse für deutschsprachige Trader.

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Risikohinweis

Der Handel mit Finanzinstrumenten birgt erhebliche Risiken und ist möglicherweise nicht für alle Anleger geeignet. Vergangene Ergebnisse garantieren keine zukünftigen Renditen. Dieser Inhalt dient ausschließlich Bildungszwecken und stellt keine Anlageberatung dar. Führen Sie immer Ihre eigene Recherche durch, bevor Sie handeln.

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